Rückblick zur Meisterschaft der Herren 1

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Mit einer makellosen Ausbeute von 36:0 Punkten wurde unsere Erste letztendlich souverän Meister der 1. Bezirklasse West und steigt in die Bezirksliga auf. Doch der Erfolg ist nicht nur eine astreine Mannschaftsleistung, sondern vielmehr ein Erfolg der aktiven Spieler des ganzen Vereins. Insgesamt kamen 11 Spieler zum Einsatz. Die Ersatzstellungen waren für die zweite und dritte Mannschaft schmerzhaft, deren Unterstützung für unseren gemeinsamen Weg blieb jedoch ungebrochen und somit Grundlage für unseren Aufstieg.

Bilanzen

Trotz häufiger Umstellungen haben wir mit 14 (!) verschiedenen Doppel-Aufstellungen eine überragende Bilanz von 44:9 erspielt. Unsere Spitzendoppel Wilhelm/Niederkorn (13:0) und Niederkorn/Sutor (6:0) blieben sogar ungeschlagen. Klein/Antony (10:3) waren unsere Bank auf Doppel 3.

Neben den bereits seit Jahren starken und stabilen ersten drei Brettern (Roman Wilhelm (spielte mit 24:2 die beste Einzelbilanz der Klasse), Lars Niederkorn (19:4) und Marco Sutor (11:4)) und den allesamt verlässlichen 5 Ersatzspielern (insgesamt 17:4) aus der zweiten (Markus Görgen, Julian Demange, Bernd Möhle) und dritten Mannschaft (Fabian Helmer, Jonas Schild), trug auch die neu erreichte Ergebnisstabilität von Tobias Klein (14:6) und Sascha Antony (14:6) zum Erfolg bei. Beide konnten sich trotz Corona in den letzten beiden Jahren erheblich steigern und bilden auch gemeinsam unser Traumdoppel 3 (10:3). Dennis Reichert hat mit 6:7 die einzige negative Bilanz aufzuweisen. Dennis kämpft schon seit Jahren immer wieder mit längeren Ausfällen und kam überwiegend gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte zum Einsatz. Dabei konnte er auch mit Siegen zu wichtigen Punkten gegen direkte Mitkonkurrenten um die Meisterschaft beitragen und bildete gemeinsam mit Roman ein starkes Doppel 2 (4:2).

Den entscheidenden Unterschied zum Rest der Liga machten aber wohl unsere starken Ersatzspieler aus. Dabei haben sich besonders der trainingsfleißige Markus Görgen (7:1) und unsere Nachwuchshoffnung Julian Demange (8:3) in den Vordergrund gespielt. Durch Fleiß, gute Leistungen und Erfolg haben sie sich sogar für die nächste Saison fest in die Mannschaft gespielt.

Saisonverlauf

Unsere Meistermannschaft konnte zahlreiche überlegene Siege erkämpfen. Sieben mal 9:0 und vier mal 9:1 und (eine Kuriosität) einmal 8:1 gegen unsere zweite Mannschaft. Aus Spielermangel traten beide Teams bei diesem Spiel nur zu fünft an. In dieser Konstellation führt bereits der achte Punkt zum Sieg.

Die Saison hatte aber auch einige Schlüsselspiele und Highlights zu bieten. Natürlich gehören dabei die Spiele gegen den Vizemeister Saarwellingen (9:6 und 9:7) und gegen den Dritten Berus (zweimal 9:7):

Gegen Saarwellingen spielten wir zweimal ohne Marco und die Wellinger mussten in beiden Spielen den Ausfall eines Spielers aus dem vorderen Paarkreuz kompensieren. Im Hinspiel konnten wir nach einem furiosen Start mit 6:1 weg ziehen und in der Folge, dann etwas mühsamer, ein gutes 9:6 eintüten. Das Rückspiel war deutlich spannender. Bis zum Ende der ersten Einzelrunde war das Spiel ausgeglichen und es ging hin und her. Angeführt von unseren Topspielern Roman und Lars hatten wir anschließend aber den längeren Atem. Als Krönung zeigten Roman und Lars im Schlussdoppel mit einer beeindruckenden Leistung wer regiert.


Gegen Berus schafften wir im Hinspiel eine wahre Meisterleistung. Wir mussten das komplette mittlere Paarkreuz ersetzen und Berus stellte das erste und einzige Mal die Spitzenspielerin Yvonne Thönes auf, die normalerweise im Herrenteam der Landesliga Erfolge sammelt. Gegen die Frauenpower war auch unser Vorzeige-Paarkreuz (Roman und Lars) vorne machtlos und musste zwei Punkte hergeben. Doch unsere beiden (Noch-)Ersatzspieler Markus und Julian bewiesen an diesem Abend zum ersten Mal, warum diese Saison die Meisterschaft nur über den TTC gehen konnte. Beide überraschten und egalisierten mit ihren 3:1 Punkten die Bilanz des vorderen Paarkreuzes. Der Unterschiedsspieler war aber ein ganz Anderer… Tobias Klein schaffte zwei völlig unerwartete Siege gegen Mark Berg und Werner Jacob in der Mitte und stach somit bei dieser überraschend starken Teamleistung nochmal heraus.
Im Rückspiel traten dann beide Mannschaften mit der regulären Bestbesetzung auf. Hier konnten wir uns schnell mit 5:1 absetzen, mussten dann aber eine Aufholjagd bis 7:7 abwehren. In den beiden entscheidenden Spielen schaffte Sascha Antony einen starken 3:2-Sieg gegen Richard Ruffing (einen Topspieler im hinteren Paarkreuz) und unser Schlussdoppel mit Lars und Marco besiegte mit zwei knappen und einem klaren Satz humorlos das Beruser Doppel 1.

Neben den Topspielen gab es aber auch in zwei anderen Partien kritische Momente zu überstehen.
Friedrichweiler erwies sich im Hinspiel (9:6) als zäher Gegner. Unser 1:2 in den Doppeln und 0:4 in der Mitte konnte aber durch unser vorderes und hinteres Paarkreuz mit jeweils 4:0 wieder gut gemacht werden.

Im Rückspiel gegen Wallerfangen (9:5) traten wir ohne Roman und Dennis an. Das Spiel startete mit einem unerwarteten 1:3-Rückstand nach den Doppeln und Marcos erstem Einzel. Spätestens da war allen klar – das ist hier ernst! In der zweiten Einzelrunde gingen sogar beide Spiele im vorderen Paarkreuz an Wallerfangen. Die Mitte und Hinten spielten aber stark und gewannen alle Einzel, sodass auch dieser Sieg für unsere Mannschaft letztendlich verdient war.

Stimmung

Wie bei allen Mannschaften hing über jedem Spiel das Damoklesschwert kurzfristiger coronabedingter Ausfälle, die auch uns trafen. Die Pandemie bewegte auch manche dazu, mehr oder minder häufig präventiv nicht an Spielen teilzunehmen. Die Stimmung war nicht nur wegen der Erfolge gut, sondern für uns eine ganz Besondere. Die vielen Ersatzstellungen sorgten im Verein durchaus auch für Unmut der zweiten und dritten Mannschaft, die in regulärer Besetzung sportlich aus Ihren Saisons hätten mehr herausholen können. In dieser Situation wuchs aber der ganze Verein zusammen. Durch viele Gespräche konnte für unseren Weg Unterstützung geschaffen werden. Gestärkt wurde dies auch durch Fingerspitzengefühl bei Ersatzstellungen.

Und jetzt… steht erstmal Feiern an. Endlich wieder feiern!